In Bayern sind 797 Windräder in Betrieb. 23 % stehen in Unterfranken, obwohl das nur 12 % der Gesamtfläche Bayerns einnimmt. Im Landkreis Kitzingen stehen 15 Anlagen, weitere 10 sind in Planung.
Ärzte warnen vor groß dimensionierten Windkraftanlagen
1. Lärmphänomene, die durch den Betrieb von Windkraftanlagen verursacht werden, kommen zunehmend in den Fokus der Wissenschaft. Darauf wies die Ärztekammer hin. Sie fordert nun umfassende Studien zu den möglichen gesundheitsgefährdenden Auswirkungen von Windkraftanlagen sowie einen ausreichend großen Mindestabstand in besiedelten Gebieten.
Windkraftanlagen sind, im Unterschied zu einzelnen Windkrafträdern, groß dimensioniert und in sogenannten Windparks zusammengefasst. Allein der Rotordurchmesser aktueller Windkrafträder beträgt bis zu 114 Meter, also fast die Länge eines Fußballfelds. Die Drehgeschwindigkeiten der Rotorblätter betragen zwischen 270 und 300 Stundenkilometer, wodurch nicht überhörbare Geräusche und Lärmemissionen verursacht werden. Genau hier setzt die Kritik der Ärztekammer an: „Unser Ziel muss es sein, Schlafstörungen, psychische Affektionen und irreversible Schädigungen des Gehörs durch Lärm, wie er auch bei Windkraftanlagen entsteht, zu verhindern“.
Da sich bei Anrainern von Windkraftanlagen Beschwerden durch übermäßige und vor allem niederfrequente Schallentwicklung und Infraschall häuften, seien umfassende Untersuchungen hinsichtlich etwaiger gesundheitsschädlicher Auswirkungen „unabdingbar“.
Die aktuellen Phänomene, die sich im Zusammenhang mit dem Betrieb von groß dimensionierten Windkraftanlagen zeigen, berechtigten auch die Forderung nach einem adäquaten Mindestabstand – was sich auch mit den meisten Expertenmeinungen gemäß dem einzuhalerstaunlich verteilt: im südlichen Landkreis wurden alle 8 Vorranggebiete für Windkraft aus der Planung genommen – dafür sollen in unserem nördlichen Bereich mehr Anlagen gebaut werden! (siehe Karte rechts). Liegt dies an der Windenergie oder an Lobbyarbeit?